Qualität verpflichtet – eine Initiative von Elektriker.org
 

Den richtigen Elektriker für den richtigen Job finden

Alle Elektriker in Deutschland haben zwar die gleiche Ausbildung genossen – aber dennoch ist jedes Unternehmen für andere Aufgaben qualifiziert. Worauf Sie bei Ihrer Wahl achten müssen, erfahren Sie auf Elektriker.org.

Elektriker ist ein sehr vielfältiger Beruf,

Vom Kundendienst bis hin zur Hausinstallation – Elektriker ist ein sehr vielfältiger Beruf, weshalb nicht jeder alles gleichgut kann. © Andrey Popov, fotolia.com

Die Bundesrepublik ist ein Land voller Elektriker: Mehr als 60.000 Betriebe gibt es bei uns. Und das hat auch einen Grund: Der Beruf ist so vielfältig wie kaum ein Zweiter und deshalb nach wie vor an der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe. Diese Beliebtheit sorgt auch für zahlreiche Spezialisierungen, denn wenn in einem Ort mehrere Firmen den gleichen Service anbieten, leiden alle darunter. Das bedeutet aber für Sie als Verbraucher, dass Sie genau wissen müssen, was Sie haben möchten– denn nur mit diesem Wissen finden Sie den richtigen Fachbetrieb. Wie das funktioniert und weshalb Verbraucher und Betriebe davon profitieren, dass nicht jedes Unternehmen die gleichen Arbeiten anbietet, erfahren Sie im Folgenden.

Eine Sache der Spezialisierung

Erfahrungssache

Erfahrungssache: Ein Elektriker, der seit Jahren nur Neubauten verkabelt, ist einfach routinierter auf diesem Feld, als sein Kundendienst-Kollege. © ACP prod, fotolia.com

Grundsätzlich ist natürlich der Werdegang eines jeden Elektrikers, oder fachlich richtiger Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, gleich: Nach einer 3,5 jährigen Ausbildung erfolgt die Arbeit als Geselle und für einige anschließend die höchsten Weihen des Berufs in Form des Meisterbriefs und sämtlicher damit verbundener Rechte und Pflichten.

Dabei fängt die Spezialisierung schon im ersten Lehrjahr an. Denn streng genommen entscheidet bereits die Wahl des Ausbildungsbetriebs mitsamt seiner Spezialisierung darüber, wie es mit einem jungen Elektriker weitergeht. Wer beispielsweise in einem Betrieb arbeitet, der sich ganz der Reparatur und Wartung von Haushaltsgeräten verschrieben hat, kommt mit anderen, ebenfalls typischen Aufgaben, wie der Verkabelung eines Neubaus, nur in der Berufsschule in Kontakt.

Die Erfahrung zeigt, dass Lehrlinge, die einmal auf eine solche Spezialisierungs-Schiene gesetzt wurden, in ihrem weiteren beruflichen Werdegang nur selten hiervon abweichen – der frischgebackene Elektro-Geselle aus erwähntem Wartungsbetrieb kann dann natürlich auch ein Haus mit Sicherungskasten, Steckdosen und Schaltern ausstatten – dafür sorgt schließlich die schulische Hälfte der dualen Ausbildung sowie die vorgeschriebenen Lehrgänge in den Handwerkskammern. Aber naturgemäß hat er darin sehr viel weniger Routine als ein ehemaliger Azubi, der in seinen 3,5 Jahren praktisch nichts Anderes gemacht hat, als auf dem Bau zu sein – wohingegen dieser vielleicht eine PV-Anlage nur aus den Lehrbüchern kennt.

Damit lautet der erste Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers also, dass sowohl der Auftrag ganz klar umrissen sein muss, als auch, dass die jeweilige ausgewählte Firma ihre Spezialisierung in diesem Bereich hat.

Wer rastet, der rostet

Elektriker müssen sich weiterbilden

Moderne Hauselektrik entwickelt sich rasend und macht den Handwerker auch zum Programmierer – dieses Wissen vermitteln aber nur dauernde Fortbildungen. © Andrey Popov, fotolia.com

Der zweite Punkt ist vielleicht in der heutigen Zeit noch sehr viel bedeutsamer. Denn wir leben in einer Ära, die sich wie kaum eine zuvor schnell wandelt – auch und besonders in der Elektrobranche. Um ein Beispiel aus dem Hausbau zu liefern. Jahrzehntelang bestand der Beruf darin in praktisch immer gleichen Arbeitselementen:

  • Planung der Installation in Absprache mit dem Architekten und Konsultierung gültiger Normen
  • Klopfen von Leitungskanälen und Durchbrüchen
  • Setzen von Abzweigungen, Schaltern und Steckdosen
  • Installation des Sicherungskastens
  • Verlegen der Leitungen und anschließendes Anschließen
  • Verspachteln der Leitungskanäle

Auch wenn sich die Gebäude voneinander unterscheiden, war diese Vorgehensweise praktisch immer die gleiche – auch weil es vor allem im Privatbereich wenig Abweichungen gab.

Heute allerdings ist der Arbeitsumfang für einen ansonsten gleichen Bau sehr viel größer: BUS-Systeme, Smart-Homes, Intelligente Steuersysteme gehören heute auch auf die Wunschliste von Otto Normalverbraucher – und dass auch seit Jahren immer mehr Privatleute ihren eigenen Strom in Form von Photovoltaik-Anlagen erzeugen wollen, kommt noch auf der Arbeitsliste hinzu.
Die Aufgaben wandeln sich also immer stärker und in immer kürzeren Abständen. Bloß schafft das auch Druck auf die Elektrobetriebe. Ein Unternehmen, das hier nicht mitmacht, ist nach kurzer Zeit nicht mehr up to date mit seinem Wissen. Aus diesem Grund ist Fortbildung heute so wichtig wie noch nie zuvor. Privatunternehmen offerieren breitgefächerte Angebote – und die jeweils zuständigen Handwerkskammern bieten ebenfalls Lehrgänge. Damit wiederum wird es möglich, wirklich jede zukunftsträchtige Neuerung schnell an das Handwerk weiterzugeben – was ja auch im Sinne der Hersteller ist, denn nur, wenn genügend Betriebe ein System auch umsetzen können, wird dieses auch verkauft.

Nur muss ein Unternehmen und seine Mitarbeiter jedoch auch willens sein, solche Angebote wahrzunehmen, die schließlich in jedem Fall Zeit und oftmals Geld kosten. Ein Elektriker, der beispielsweise das Installieren und Vernetzen von Smart-Home-Systemen nur vom Hörensagen und einigen Internet-Videos kennt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit Fehler begehen, wenn er es selbst versucht.

Und hier liegt auch ein Problem, denn freiwillig wird kein Elektrounternehmer zugeben, dass seine Leute, selbst im Spezialisierungsgebiet des Betriebs, mit dieser oder jener Neuerung noch nicht vertraut sind – schließlich könnte das ja einen Kunden kosten und niemand gibt gerne zu, dass er etwas nicht kann. Wer also einen typischen „Dorf-Elektriker“ mit Spezialisierung auf dem Gebiet der Gebäudeinstallation fragt, ob die Firma mit der hochkomplexen Leitungsplanung für ein Smart-Home vertraut ist, wird in der Regel immer ein „Ja, natürlich“ ernten – und sich im schlimmsten Fall mit einem nicht funktionierenden System und andauernd nachbessernden Handwerkern herumplagen müssen.

Der zweite Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, dass man nicht nur auf die Worte des Chefs vertrauen, sondern sich bei hochmodernen und –komplexen Vorhaben auch die Zertifikate und Nachweise für die entsprechenden Fort- und Weiterbildungen vorweisen lassen sollte. Denn nur diese garantieren, dass die ausführenden Handwerker auch wirklich am Puls der Zeit arbeiten.

Enge Tätigkeitsfelder sind gut

Dabei sollten sich Kunden jedoch nicht von einer zu breit gefächerten Bandbreite an Fähigkeiten und Tätigkeiten blenden lassen, selbst wenn sie belegbar sind. Wenn etwa ein typischer Elektro-Kleinstbetrieb damit wirbt, dass er

  • Hausinstallationen
  • Wartung und Reparatur
  • Unterhaltungssysteme
  • Telekommunikationstechnik
  • Elektrische Heizungssysteme
  • Regenerative Energiesysteme samt Photovoltaik-Repowering

anbietet und zusätzlich noch als Vertragshändler für diese oder jene Gerätemarke arbeitet, handelt es sich bei der Firma wahrscheinlich um eine „eierlegende Wollmilchsau“. Sie kann also alles – ein bisschen. Natürlich macht eine solch große Bandbreite an Fähigkeiten Eindruck auf einen wenig bewanderten Kunden. Es ist in der Realität aber schlicht aus menschlicher Sicht nicht möglich, dass ein solches Unternehmen all diese Aufgaben, die sich teilweise gravierend unterscheiden, in einer gleichbleibend hohen Qualität abliefert. Kleinbetrieb – das bedeutet in der Regel einen Meisterbrief-bewehrten Inhaber, zwei, drei Gesellen und einen Auszubildenden. Allein die notwendigen Fortbildungen, um in all den angebotenen Feldern am Ball zu bleiben, würden sämtliche Arbeitszeit auffressen.

Aus diesem Grund ist es für Kunden wichtig, dass sie sich bei ihrer Auswahl eben nicht von einer beworbenen, breiten Angebotspalette blenden lassen, sondern bei einer solchen eher skeptisch werden. Und für Firmen gilt, dass jemand, der alles anbietet, in einer Welt, die sich zunehmend spezialisiert, nicht lange überleben wird. Lieber einen Teil der am seltensten benötigten Tätigkeitsfelder aus dem Angebot nehmen und dafür die Leute in dem weiter schulen, was sie am besten können – und damit die Konkurrenz übertrumpfen.
Der dritte Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, sich nicht von breitgefächerten Angebotspaletten blenden zu lassen, sondern eher auf spezialisierte Betriebe zu setzen.

Hör auf andere – aber nicht zu sehr

Elektriker brauchen das richtige Wissen.

Qualität kostet – wer bei der Elektriker-Suche nur aufs Geld schaut, muss eben leider meist bei der Leistung Abstriche machen. © Focus Pocus LTD, fotolia.com

In der heutigen Zeit neigt praktisch jeder dazu, sich bei allen möglichen Fragen erst einmal ans Internet zu wenden – da macht die Suche nach einem Elektriker keine Ausnahme. Und ebenso natürlich stellt man dann auch im erweiterten Bekanntenkreis seines Social-Media-Accounts typische Fragen wie „Suche guten & günstigen Elektriker, kennt wer einen?“. Das Problem dieser Vorgehensweise ist jedoch mannigfaltig:

  • Der Bekanntenkreis ist meist regional eingeschränkt, Firmen von außerhalb werden wahrscheinlich gar nicht erwähnt
  • Facebook und Co. funktionieren wie eine Filterblase, man bekommt vielfach nur das serviert, was man sehen will
  • Private Meinungen sind oft voreingenommen – wo einer schlechte Erfahrungen mit einer Firma machte, haben vielleicht zehn andere, die man nicht fragte, nur Gutes von dem gleichen Unternehmen zu berichten – dank der Filterblase wird man es aber nicht sehen.
  • Menschen neigen dazu, bei solchen Fragen Unternehmen zu nennen, die ihnen gerade in den Sinn kommen – und die vielleicht gar nicht auf die erwartete Tätigkeit spezialisiert sind.

Andere Privatleute „einfach so“ zu fragen ist also zunächst einmal ein ziemlich zweischneidiges Schwert, weil es dazu führen kann, dass man, aufgrund der Neigung, Bekannten mehr als Unbekannten zu vertrauen, auf das falsche Unternehmen setzt.

Was jedoch nicht heißen soll, dass man generell die Meinung anderer Kunden bei der Firmensuche ignorieren soll – bloß muss man auch hier genauer fragen. Nicht umsonst gibt es hier auf Elektriker.org die Möglichkeit, gezielt über die Tätigkeitsbeschreibung einen Elektriker zu finden. Diese Plattform hat den Vorteil, dass Sie einfach und bequem einen Betrieb aus Ihrer Region inklusive Bewertungen finden können– aber nicht nur von Leuten, die man kennt, sondern anhand der Meinungen einer breiten Masse. Damit wird es dann auch möglich, die Hintergründe für einzelne Empfehlungen oder Abneigungen gegen einen bestimmten Betrieb zu beleuchten und von der Gesamtheit der Erfahrungen zu profitieren.
Der vierte Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, bei der Findung zwar auf die Meinung von anderen zu vertrauen, aber nicht nur die Meinungen aus dem eigenen Freundeskreis zu berücksichtigen, weil diese a) viele Betriebe unberücksichtigt lassen und b) oftmals einseitig sind.

Fazit

Es ist nicht schwer, den richtigen Elektriker zu finden – man muss nur genau wissen, was man will, was man bereit ist, auszugeben und vor allem zu vergleichen. Wer sich dann noch Zertifikate und Nachweise vorzeigen und sich nicht zu sehr von den Erfahrungen in seinem Freundeskreis blenden lässt, findet unter den 61.307 Elektrobetrieben Deutschlands sicher einen, der den Job erledigt – pünktlich, vertragsgemäß und nicht über Budget.

 

Alle Elektriker in Deutschland haben zwar die gleiche Ausbildung genossen – aber dennoch ist jedes Unternehmen für andere Aufgaben qualifiziert. Worauf Sie bei Ihrer Wahl achten müssen, erfahren Sie auf Elektriker.org.

Elektriker ist ein sehr vielfältiger Beruf,

Vom Kundendienst bis hin zur Hausinstallation – Elektriker ist ein sehr vielfältiger Beruf, weshalb nicht jeder alles gleichgut kann. © Andrey Popov, fotolia.com

Die Bundesrepublik ist ein Land voller Elektriker: Mehr als 60.000 Betriebe gibt es bei uns. Und das hat auch einen Grund: Der Beruf ist so vielfältig wie kaum ein Zweiter und deshalb nach wie vor an der Spitze der beliebtesten Ausbildungsberufe. Diese Beliebtheit sorgt auch für zahlreiche Spezialisierungen, denn wenn in einem Ort mehrere Firmen den gleichen Service anbieten, leiden alle darunter. Das bedeutet aber für Sie als Verbraucher, dass Sie genau wissen müssen, was Sie haben möchten– denn nur mit diesem Wissen finden Sie den richtigen Fachbetrieb. Wie das funktioniert und weshalb Verbraucher und Betriebe davon profitieren, dass nicht jedes Unternehmen die gleichen Arbeiten anbietet, erfahren Sie im Folgenden.

Eine Sache der Spezialisierung

Erfahrungssache

Erfahrungssache: Ein Elektriker, der seit Jahren nur Neubauten verkabelt, ist einfach routinierter auf diesem Feld, als sein Kundendienst-Kollege. © ACP prod, fotolia.com

Grundsätzlich ist natürlich der Werdegang eines jeden Elektrikers, oder fachlich richtiger Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, gleich: Nach einer 3,5 jährigen Ausbildung erfolgt die Arbeit als Geselle und für einige anschließend die höchsten Weihen des Berufs in Form des Meisterbriefs und sämtlicher damit verbundener Rechte und Pflichten.

Dabei fängt die Spezialisierung schon im ersten Lehrjahr an. Denn streng genommen entscheidet bereits die Wahl des Ausbildungsbetriebs mitsamt seiner Spezialisierung darüber, wie es mit einem jungen Elektriker weitergeht. Wer beispielsweise in einem Betrieb arbeitet, der sich ganz der Reparatur und Wartung von Haushaltsgeräten verschrieben hat, kommt mit anderen, ebenfalls typischen Aufgaben, wie der Verkabelung eines Neubaus, nur in der Berufsschule in Kontakt.

Die Erfahrung zeigt, dass Lehrlinge, die einmal auf eine solche Spezialisierungs-Schiene gesetzt wurden, in ihrem weiteren beruflichen Werdegang nur selten hiervon abweichen – der frischgebackene Elektro-Geselle aus erwähntem Wartungsbetrieb kann dann natürlich auch ein Haus mit Sicherungskasten, Steckdosen und Schaltern ausstatten – dafür sorgt schließlich die schulische Hälfte der dualen Ausbildung sowie die vorgeschriebenen Lehrgänge in den Handwerkskammern. Aber naturgemäß hat er darin sehr viel weniger Routine als ein ehemaliger Azubi, der in seinen 3,5 Jahren praktisch nichts Anderes gemacht hat, als auf dem Bau zu sein – wohingegen dieser vielleicht eine PV-Anlage nur aus den Lehrbüchern kennt.

Damit lautet der erste Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers also, dass sowohl der Auftrag ganz klar umrissen sein muss, als auch, dass die jeweilige ausgewählte Firma ihre Spezialisierung in diesem Bereich hat.

Wer rastet, der rostet

Elektriker müssen sich weiterbilden

Moderne Hauselektrik entwickelt sich rasend und macht den Handwerker auch zum Programmierer – dieses Wissen vermitteln aber nur dauernde Fortbildungen. © Andrey Popov, fotolia.com

Der zweite Punkt ist vielleicht in der heutigen Zeit noch sehr viel bedeutsamer. Denn wir leben in einer Ära, die sich wie kaum eine zuvor schnell wandelt – auch und besonders in der Elektrobranche. Um ein Beispiel aus dem Hausbau zu liefern. Jahrzehntelang bestand der Beruf darin in praktisch immer gleichen Arbeitselementen:

  • Planung der Installation in Absprache mit dem Architekten und Konsultierung gültiger Normen
  • Klopfen von Leitungskanälen und Durchbrüchen
  • Setzen von Abzweigungen, Schaltern und Steckdosen
  • Installation des Sicherungskastens
  • Verlegen der Leitungen und anschließendes Anschließen
  • Verspachteln der Leitungskanäle

Auch wenn sich die Gebäude voneinander unterscheiden, war diese Vorgehensweise praktisch immer die gleiche – auch weil es vor allem im Privatbereich wenig Abweichungen gab.

Heute allerdings ist der Arbeitsumfang für einen ansonsten gleichen Bau sehr viel größer: BUS-Systeme, Smart-Homes, Intelligente Steuersysteme gehören heute auch auf die Wunschliste von Otto Normalverbraucher – und dass auch seit Jahren immer mehr Privatleute ihren eigenen Strom in Form von Photovoltaik-Anlagen erzeugen wollen, kommt noch auf der Arbeitsliste hinzu.
Die Aufgaben wandeln sich also immer stärker und in immer kürzeren Abständen. Bloß schafft das auch Druck auf die Elektrobetriebe. Ein Unternehmen, das hier nicht mitmacht, ist nach kurzer Zeit nicht mehr up to date mit seinem Wissen. Aus diesem Grund ist Fortbildung heute so wichtig wie noch nie zuvor. Privatunternehmen offerieren breitgefächerte Angebote – und die jeweils zuständigen Handwerkskammern bieten ebenfalls Lehrgänge. Damit wiederum wird es möglich, wirklich jede zukunftsträchtige Neuerung schnell an das Handwerk weiterzugeben – was ja auch im Sinne der Hersteller ist, denn nur, wenn genügend Betriebe ein System auch umsetzen können, wird dieses auch verkauft.

Nur muss ein Unternehmen und seine Mitarbeiter jedoch auch willens sein, solche Angebote wahrzunehmen, die schließlich in jedem Fall Zeit und oftmals Geld kosten. Ein Elektriker, der beispielsweise das Installieren und Vernetzen von Smart-Home-Systemen nur vom Hörensagen und einigen Internet-Videos kennt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit Fehler begehen, wenn er es selbst versucht.

Und hier liegt auch ein Problem, denn freiwillig wird kein Elektrounternehmer zugeben, dass seine Leute, selbst im Spezialisierungsgebiet des Betriebs, mit dieser oder jener Neuerung noch nicht vertraut sind – schließlich könnte das ja einen Kunden kosten und niemand gibt gerne zu, dass er etwas nicht kann. Wer also einen typischen „Dorf-Elektriker“ mit Spezialisierung auf dem Gebiet der Gebäudeinstallation fragt, ob die Firma mit der hochkomplexen Leitungsplanung für ein Smart-Home vertraut ist, wird in der Regel immer ein „Ja, natürlich“ ernten – und sich im schlimmsten Fall mit einem nicht funktionierenden System und andauernd nachbessernden Handwerkern herumplagen müssen.

Der zweite Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, dass man nicht nur auf die Worte des Chefs vertrauen, sondern sich bei hochmodernen und –komplexen Vorhaben auch die Zertifikate und Nachweise für die entsprechenden Fort- und Weiterbildungen vorweisen lassen sollte. Denn nur diese garantieren, dass die ausführenden Handwerker auch wirklich am Puls der Zeit arbeiten.

Enge Tätigkeitsfelder sind gut

Dabei sollten sich Kunden jedoch nicht von einer zu breit gefächerten Bandbreite an Fähigkeiten und Tätigkeiten blenden lassen, selbst wenn sie belegbar sind. Wenn etwa ein typischer Elektro-Kleinstbetrieb damit wirbt, dass er

  • Hausinstallationen
  • Wartung und Reparatur
  • Unterhaltungssysteme
  • Telekommunikationstechnik
  • Elektrische Heizungssysteme
  • Regenerative Energiesysteme samt Photovoltaik-Repowering

anbietet und zusätzlich noch als Vertragshändler für diese oder jene Gerätemarke arbeitet, handelt es sich bei der Firma wahrscheinlich um eine „eierlegende Wollmilchsau“. Sie kann also alles – ein bisschen. Natürlich macht eine solch große Bandbreite an Fähigkeiten Eindruck auf einen wenig bewanderten Kunden. Es ist in der Realität aber schlicht aus menschlicher Sicht nicht möglich, dass ein solches Unternehmen all diese Aufgaben, die sich teilweise gravierend unterscheiden, in einer gleichbleibend hohen Qualität abliefert. Kleinbetrieb – das bedeutet in der Regel einen Meisterbrief-bewehrten Inhaber, zwei, drei Gesellen und einen Auszubildenden. Allein die notwendigen Fortbildungen, um in all den angebotenen Feldern am Ball zu bleiben, würden sämtliche Arbeitszeit auffressen.

Aus diesem Grund ist es für Kunden wichtig, dass sie sich bei ihrer Auswahl eben nicht von einer beworbenen, breiten Angebotspalette blenden lassen, sondern bei einer solchen eher skeptisch werden. Und für Firmen gilt, dass jemand, der alles anbietet, in einer Welt, die sich zunehmend spezialisiert, nicht lange überleben wird. Lieber einen Teil der am seltensten benötigten Tätigkeitsfelder aus dem Angebot nehmen und dafür die Leute in dem weiter schulen, was sie am besten können – und damit die Konkurrenz übertrumpfen.
Der dritte Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, sich nicht von breitgefächerten Angebotspaletten blenden zu lassen, sondern eher auf spezialisierte Betriebe zu setzen.

Hör auf andere – aber nicht zu sehr

Elektriker brauchen das richtige Wissen.

Qualität kostet – wer bei der Elektriker-Suche nur aufs Geld schaut, muss eben leider meist bei der Leistung Abstriche machen. © Focus Pocus LTD, fotolia.com

In der heutigen Zeit neigt praktisch jeder dazu, sich bei allen möglichen Fragen erst einmal ans Internet zu wenden – da macht die Suche nach einem Elektriker keine Ausnahme. Und ebenso natürlich stellt man dann auch im erweiterten Bekanntenkreis seines Social-Media-Accounts typische Fragen wie „Suche guten & günstigen Elektriker, kennt wer einen?“. Das Problem dieser Vorgehensweise ist jedoch mannigfaltig:

  • Der Bekanntenkreis ist meist regional eingeschränkt, Firmen von außerhalb werden wahrscheinlich gar nicht erwähnt
  • Facebook und Co. funktionieren wie eine Filterblase, man bekommt vielfach nur das serviert, was man sehen will
  • Private Meinungen sind oft voreingenommen – wo einer schlechte Erfahrungen mit einer Firma machte, haben vielleicht zehn andere, die man nicht fragte, nur Gutes von dem gleichen Unternehmen zu berichten – dank der Filterblase wird man es aber nicht sehen.
  • Menschen neigen dazu, bei solchen Fragen Unternehmen zu nennen, die ihnen gerade in den Sinn kommen – und die vielleicht gar nicht auf die erwartete Tätigkeit spezialisiert sind.

Andere Privatleute „einfach so“ zu fragen ist also zunächst einmal ein ziemlich zweischneidiges Schwert, weil es dazu führen kann, dass man, aufgrund der Neigung, Bekannten mehr als Unbekannten zu vertrauen, auf das falsche Unternehmen setzt.

Was jedoch nicht heißen soll, dass man generell die Meinung anderer Kunden bei der Firmensuche ignorieren soll – bloß muss man auch hier genauer fragen. Nicht umsonst gibt es hier auf Elektriker.org die Möglichkeit, gezielt über die Tätigkeitsbeschreibung einen Elektriker zu finden. Diese Plattform hat den Vorteil, dass Sie einfach und bequem einen Betrieb aus Ihrer Region inklusive Bewertungen finden können– aber nicht nur von Leuten, die man kennt, sondern anhand der Meinungen einer breiten Masse. Damit wird es dann auch möglich, die Hintergründe für einzelne Empfehlungen oder Abneigungen gegen einen bestimmten Betrieb zu beleuchten und von der Gesamtheit der Erfahrungen zu profitieren.
Der vierte Punkt zur Findung des richtigen Elektrikers lautet also, bei der Findung zwar auf die Meinung von anderen zu vertrauen, aber nicht nur die Meinungen aus dem eigenen Freundeskreis zu berücksichtigen, weil diese a) viele Betriebe unberücksichtigt lassen und b) oftmals einseitig sind.

Fazit

Es ist nicht schwer, den richtigen Elektriker zu finden – man muss nur genau wissen, was man will, was man bereit ist, auszugeben und vor allem zu vergleichen. Wer sich dann noch Zertifikate und Nachweise vorzeigen und sich nicht zu sehr von den Erfahrungen in seinem Freundeskreis blenden lässt, findet unter den 61.307 Elektrobetrieben Deutschlands sicher einen, der den Job erledigt – pünktlich, vertragsgemäß und nicht über Budget.