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Sicherheitselektronik

Erschütterungsmelder als Bestandteil von Sicherheitssystemen

Erschütterungsmelder sind ein wichtiger Bestandteil moderner Alarmanlagen und Sicherheitssysteme. Wie funktionieren diese Sensoren? Welche Bauformen gibt es und wie werden diese unterschieden? Wo werden Erschütterungsmelder eingesetzt und welchen Zweck erfüllen sie in diesem Zusammenhang? Auf Elektriker.org finden Sie die wichtigsten Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Eine eingeschlagene Fensterscheibe wird vom Erschütterungsmelder sofort registriert

Ein Erschütterungsmelder registriert jeden Versuch eine Glassscheibe einzuschlagen. Ist dies der Fall schlägt das Sicherheitssystem sofort Alarm. - © Ollie Crafoord by Flickr.com

Moderne Sicherheitssysteme verfügen über eine Vielzahl unterschiedlicher Überwachungs- und Meldesensoren. Dabei wird der Alarm von verschiedenen Reizen ausgelöst. Neben den bekannten Bewegungsmeldern sind auch Erschütterungsmelder wichtige Bestandteile einer zuverlässig funktionierenden Einbruchmeldeanlage, wie sie zum Schutz von öffentlichen und privaten Gebäuden eingesetzt wird. Hierbei gibt es verschiedene Einsatzmöglichkeiten, welche letztendlich davon abhängen, welchen Erschütterungsmelder Sie installieren lassen, da es hier verschiedene Bauformen und Funktionsweisen gibt. Eine professionelle Beratung bietet sich daher in diesem Zusammenhang an, um die richtige Wahl zu treffen.

Funktionsweise und Bauformen der Erschütterungsmelder

Die Funktionsweise eines solchen Melders ist relativ simpel. Ein Sensor wird an einer Glasfläche oder Wand angebracht. Erfährt diese im Rahmen eines Einbruchs oder durch Vandalismus eine Erschütterung in einem bestimmten Grad, kommt es zu einem Auslösen der Alarmanlage – abhängig von Typ und Ausführung des jeweiligen Systems.
Welchen Erschütterungsmelder Sie anbringen lassen, hängt dabei vom Einsatzfeld ab. Grundlegend unterscheiden sich die Melder in zwei Kategorien, mechanische und elektronische. Die rein mechanischen nehmen über Federn und Kontakte Erschütterungen wahr und melden diese unmittelbar über die Primärleitung an den Alarmgeber. Dabei findet keine Alarmauswertung des Signals statt. Das bedeutet, dass der Melder jede Erschütterung als möglichen Einbruch registriert, woraus sich eine gewisse Fehleranfälligkeit ergibt. Solche finden daher für moderne Anlagen der Alarmtechnik kaum noch Verwendung.

Stattdessen sollten Sie sich besser einen elektronischen Erschütterungsmelder vom Elektriker montieren lassen. Diese sind besser justierbar, da sie über eine stromgesteuerte Auslöseerkennung verfügen. Es werden drei Möglichkeiten zur Detektion unterschieden.

1.) Eine im Gehäuse frei bewegliche Kugel, die auf Kontakten ruht. Tritt eine Erschütterung auf, wird der Kontakt unterbrochen und es erfolgt eine entsprechende Meldung.

2.) Die Detektion mittels Stimmgabelgenerator, dessen erzeugte Frequenz sich durch die Erschütterung verändert.

3.) Ein Beschleunigungsdetektor, welcher den Effekt auftretender Spannungen an Festkörpern nutzt. Aus einer Verformung des mit Gold oder Silber beschichteten mechanischen Kopfteils resultiert elektrische Spannung und umgekehrt.

Vor allem letztere Möglichkeit findet sich heutzutage häufig.

Einsatzmöglichkeiten von Erschütterungsmeldern

Zum Einsatz kommen Erschütterungsmelder in erster Linie im Rahmen einer Alarmanlage, die Infraschall als auslösenden Reiz verwendet. Dieser wird beim Einschlagen von Scheiben, Türen und Wänden verursacht. Auf diese Weise erfolgt die Meldung, bevor der Einbrecher das Haus betritt. Ein derartiges Alarmsystem zur Haussicherung ist heute vielgefragt und stellt eine verbreitete Alternative zu Bewegungsmeldern dar. Diese werden zusätzlich nach Einsatzbereich in Glasbruch- und Körperschallmelder unterschieden.

Erstere sind für den Einsatz an Fenstern und Glastüren gedacht. Die Bau- und Übertragungsweise wird dabei als passiv bezeichnet, wenn ein Mikrofon zur Frequenzanalyse über der Scheibe angebracht wird. Dabei löst nur die spezifische Frequenz beim Bruch von Glas den Alarm aus. Ein aktiver Glasbruchmelder arbeitet mit Sender und Empfänger, wobei das Glas der Überträger ist. Eine Erschütterung verändert das gesendete Signal und führt zu einer Alarmmeldung.

Ein Körperschallmelder dagegen enthält einen Sensor, der die Schallwellen wahrnimmt, die beim Versuch, eine Wand zu durchbrechen, entstehen. Er wertet diese aus und schlägt gegebenenfalls Alarm. So können sowohl Haus- als auch Tresorwände effektiv geschützt werden.

In diesem Metier finden sich viele hochwertige Systeme wie die Bosch Alarmanlagen, die über weitaus komplexere Methoden verfügen, jedoch ein ähnliches Prinzip aufgreifen. Die Kosten für Erschütterungsmelder und Infraschall Alarmanlagen können hierbei sehr stark variieren. Daher sollten Sie sich von einem Fachmann beraten und diesen auch gleich die Montage übernehmen lassen, um eine maximale Sicherung Ihres Besitzes zu gewährleisten. Die entsprechenden Elektrikerbetriebe aus Ihrer Region finden Sie hier auf Elektriker.org.

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