Qualität verpflichtet – eine Initiative von Elektriker.org
 

Wenn die Klimaanlage nicht kühlt: Mögliche Ursachen & Gegenmaßnahmen

Während der heißen Jahreszeit gibt es nicht Schöneres, als in einer kühlen Wohnung zu schlafen und zu arbeiten.Gerade weil die Sommer immer wärmer werden, legen sich immer mehr Menschen ein Gerät zu. Ärgerlich, wenn das Thermometer zu ersten Mal nach oben klettert und die Klimaanlage nicht richtig kühlt. Auf Elektriker.org finden Sie wertvolle Tipps, Defekte an Ihrem Klimagerät zu beheben.

Wenn die Klimaanlage defekt ist, ist ein Profi gefragt

Wenn die Klimaanlage nicht mehr richtig kühlt, kann dies verschiedene Ursachen haben. © matuska/ pixabay.com

Wenn die Klimaanlage nicht richtig funktioniert, liegt es oft daran, dass zu wenig Kühlflüssigkeit in der Leitung vorhanden ist. In den folgenden Abschnitten finden Sie eine Beschreibung, wie Sie zu Hause prüfen können, ob die Schläuche Ihres Klimagerätes undicht sind. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps, um Ihre Klimaanlage zu reinigen und so dafür zu sorgen, dass sie optimal arbeitet und kühlt.

Die Klimaanlage kühlt nicht: Kann ich selbst prüfen, ob sie undicht ist?

Eine Klimaanlage funktioniert, indem ein Kältemittel in einem Kreislaufsystem verdichtet und in einen flüssigen Zustand gebracht wird. Das flüssige Kältemittel benötigt Energie, um zu verdampfen. Diese Energie wird der Raumluft entzogen, die dadurch abkühlt. Als Kältemittel wird häufig R410A verwendet. Dabei handelt es sich um das farblose und geruchlose Gas Tetrafluorethan. Eine Alternative stellt zum Beispiel R407C dar. Beide Kältemittel sind umweltschädlich und gelten als Treibhausgase, aus diesem Grund ist im Umgang mit ihnen Vorsicht geboten.

Wenn die Klimaanlage in der Wohnung nicht mehr richtig kühlt, ist oft ein zu niedriger Stand des Kältemittels schuld daran. Die Ursache sind nicht selten undichte Leitungen. Bei der Erstmontage wird die Klimaanlage mit Kältemittel befüllt, das kontinuierlich in den geschlossenen Kreislauf gepumpt wird. Tritt in den Schläuchen ein Leck auf, ist das zunächst nicht zu sehen. Mit der Zeit verringert sich jedoch die Leistung des Geräts, die Klimaanlage kühlt nicht mehr richtig. In diesem Fall lohnt es sich, die Dichtheit der Leitungen zu prüfen. Bei mehr als 3 Kg Kältemittel ist eine jährliche Dichtheitsprüfung der Klimaanlage durch Fachleute ohnehin Pflicht.

Zwei Methoden stehen dafür zur Verfügung. Falls dem Kältemittel beim Befüllen ein UV-Kontrastmittel zugesetzt wurde, sind vorhandene Risse unter UV-Licht sichtbar. Dazu benötigen Sie lediglich eine Schutzbrille und eine UV-Lampe. Ist die Leckstelle gefunden, können Sie sie mit Hilfe eines Kits den Riss zumachen oder die alte Dichtung ersetzen. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass die fluoreszierende Flüssigkeit lediglich vom Fachmann zusammen mit dem Kältemittel eingefüllt werden kann. Außerdem ist sie giftig und umweltgefährdend.

Eine Alternative stellt die Dichtheitsprüfung mit Überdruck dar. Hierfür wird Stickstoff mit hohem Druck in die Leitung gepumpt. Die Klimaanlage muss zu diesem Zweck ausgeschaltet sein. Mit einem einfachen Kit, der aus drei Schläuchen und einem Manometer besteht, können Sie testen, ob Ihre Klimaanlage undicht ist. Am Anfang schließen Sie den roten und den blauen Schlauch und öffnen die Ventile. An der Stickstoffflasche schließen Sie einen Druckminderer an und stellen den Anfangsdruck auf 1,5 bar ein. Langsam erhöhen Sie ihn auf 5 bis 10 bar. Mit Hilfe des Manometers beobachten Sie einen eventuellen Druckverlust, der auf einen Riss in der Leitung hinweist. Lecksuchsprays helfen bei der Suche nach undichten Stellen, indem sie Blasen bilden, wo Stickstoff ausweicht. Prinzipiell ist es also möglich, die Dichtheitsprüfung der Klimaanlage selbst vorzunehmen. Besonders die UV-Prüfung ist wenig aufwendig, falls das Kontrastmittel sich bereits in der Leitung befindet.

UNSER TIPP:
Ist tatsächlich ein Leck in der Leitung vorhanden und kühlt die Klimaanlage nicht mehr richtig, muss das Kältemittel wieder nachgefüllt werden. Herkömmliche Kältemittel wie R407C und R410A sind im Internet erhältlich. Jedoch müssen sie unter Vakuum aufgefüllt werden, damit keine Luft in die Leitung gelangt und den Kompressor verrosten lässt. Eine Vakuumpumpe und ein Messzylinder sind unter anderem nötig, um sie in die Leitung zu pumpen. Geht etwas schief, erlischt die Gewährleistung des Herstellers. Wenn Sie sich daher lieber an Profis, wenn Sie keine Erfahrung im Gebiet der Klimatechnik haben. In einer Werkstatt sparen Sie Zeit, Nerven und gehen auf Nummer sicher.

Saubermachen ist wichtig!

Sowohl zentrale als auch dezentrale Klimaanlagen benötigen eine regelmäßige Reinigung, damit sie ordnungsgemäß funktionieren. Ein verschmutzte Klimaanlage kühlt nicht richtig und wird zur Gefahr für die Gesundheit. Eine fachmännische Reinigung stellt nach wie vor die bessere Lösung dar, doch einige Schritte können Sie auch selbst übernehmen.

Zunächst ist es wichtig, den Filter der Klimaanlage regelmäßig zu putzen, da sich mit der Zeit Bakterien, Schimmel, Staub und allergieauslösende Stoffe an den Fasern festsetzen und die Klimaanlage riecht. Ist das Gerät häufig in Betrieb, soll die Prozedur mindestens einmal im Monat wiederholt werden. Zum saubermachen benötigen Sie lediglich ein antibakterielles Reinigungsmittel und einen Kompressor, oder Wasser und Essig. Schlagen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wie Sie den Filter herausnehmen können, da jedes Gerät anders aufgebaut ist. Ist der Filter ab, befreien Sie mit einem Staubsauger oder einem Kompressor den Filter von Staub. In einem zweiten Schritt reinigen Sie ihn sorgfältig unter fließendem Wasser mit dem Reinigungsmittel oder mit Wasser und Essig, um alle Keime abzutöten. Anschließend trocknen Sie ihn mit einem Luftkompressor, oder lassen ihn in der Sonne trocknen. Weist er Verschleißzeichen auf, sollten Sie ihn austauschen. In vielen Baumärkten und Fachgeschäften finden Sie einen Ersatz. Bevor Sie den neuen Filter einsetzen, sollten Sie auch alle Öffnungen mit einem feuchten Tuch abwischen.

Die weitere Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage in Ihrem Haus hängt davon ab, was für ein Modell Sie besitzen. Viele Split-Klimaanlagen bestehen aus einem Innen- und einem Außenteil, die separat saubergemacht werden müssen . Nachdem Sie den Filter des Innengeräts gereinigt haben, sollten Sie den Kondensationsschlauch unter die Lupe nehmen. Haben sich Algen gebildet, können Sie ihn mit einer Lösung aus Wasser und Bleich (Verhältnis 16:1) durchspülen, indem Sie mit Hilfe eines Trichters die Flüssigkeit in die Leitung fließen lassen. Auch den Abflussschlauch sollten Sie mit einer Bürste saubermachen.

Beim Außengerät nehmen Sie zuerst die Abdeckung ab und inspizieren die Lamellen. Haben sich Blätter, Gras und anderen Dreck daran festgesetzt, funktioniert die Luftzufuhr möglicherweise nicht mehr optimal. In diesem Fall saugen Sie zunächst den Bereich und reinigen die Zwischenräume mit einer weichen Bürste. Auch am Ventilator kleben Partikel und Staub. Als Konsequenz ist die Klimaanlage defekt oder riecht. Schrauben Sie die Lamellen ab, nehmen Sie ihn heraus und wischen Sie ihn mit einem feuchten Lappen ab. Schließlich ist es empfehlenswert, die Lamellen mit einem Wasserschlauch zu reinigen. Achten Sie darauf, dass der Druck dabei nicht zu hoch ist. Nachdem Sie alle Teile wiedereingesetzt haben, können Sie die Klimaanlage im Gebäude wieder einschalten.

Was kostet es, die Klimaanlage zu reparieren?

Eine häufige, gründliche Reinigung der Filter lässt die Klimaanlage in Ihrem Haus lange einwandfrei funktionieren. Doch auch wer alles richtig macht, kann unangenehme Überraschungen erleben. Möglicherweise ist der Kompressor defekt. In diesem Fall stellt das Gerät seinen Dienst ein, oder kühlt nicht mehr richtig. Auch unangenehme Geräusche sind oft die Folge eines nicht funktionierenden Kompressors. Ein Leck in der Leitung ist ebenfalls ein Problem. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, können Sie mit Glück die undichte Stelle aufzuspüren und selbst reparieren. Doch nicht immer gelingt das.

Die Kosten für eine professionelle Reparatur sind vom Aufwand abhängig. Für einfache Eingriffe können Sie mit einem Endpreis von 80 bis 100 Euro rechnen. Sind kostspielige Teile defekt, steigt er dementsprechend. Ein defekter Kompressor schlägt beispielsweise mit ungefähr 300 bis 600 Euro zu Buche, je nachdem, ob es sich beim Ersatzteil um einen neuen oder um einen gebrauchten Kompressor handelt. Auch für das Auffüllen des Kühlmittels sind mit Kosten von 60 bis 100 Euro zu rechnen.

Regelmäßig warten statt reparieren

Die Kosten für die Reparatur einer dezentralen Klimaanlage variieren je nach Modell, bewegen sich jedoch fast immer im dreistelligen Bereich. Bei verdreckten Lamellen muss der Kompressor mehr arbeiten, dadurch versagt er früher. Außerdem ist in diesem Fall die Kühlleistung der Anlage geringer und der Stromverbrauch höher. Schmutzige Filter stellen ein Gesundheitsrisiko dar, weil Bakterien und Pilze in die Luft gelangen und eingeatmet warten. Schlauer ist, die Klimaanlage jährlich überprüfen zu lassen.

Einige Kältetechniker bieten beim Kauf eines Geräts einen Servicevertrag, welcher eine jährliche Reinigung und Wartung der Klimaanlage voraussieht. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie diese Leistung extra buchen. Die Kosten für die Wartung einer dezentralen Klimaanlage für die Wohnung, die aus einem Innen- und einem Außenteil besteht, liegen im Bereich zwischen 60 und 100 Euro netto.

Wenn ein Techniker Ihre Klimaanlage wartet, überprüft er den Gesamtzustand der Anlage, auch die Filter werden dabei gereinigt. Außerdem misst der Fachmann die kältetechnischen Parameter und prüft die Kältemittelfüllmenge. Auch die Kondensatpumpe und der Verflüssiger werden unter die Lupe genommen und gereinigt. Ein Dichtheitsprüfung der Leitung gehört ebenfalls dazu.

Fazit

Wer lange davon profitieren möchte, reinigt und desinfiziert die Klimaanlage in seinem Haus regelmäßig. Die Filter, die Abflussschläuche, die Lamellen des Außenteils einer dezentralen Klimaanlage und die Kondensaktionsschäuche müssen sauber sein, damit sich keine Bakterien und Schadstoffe bilden. Empfehlenswert ist es auch, das Klimagerät jährlich von einem Fachmann warten zu lassen. Kühlt die Klimaanlage nicht mehr richtig, liegt es möglicherweise an einem Riss in der Leitung, aus dem Flüssigkeit entweicht. Eine Dichtheitsprüfung kann auch zu Hause vorgenommen werden, jedoch werden die Lecks nicht immer gefunden. Wenn Teile wie der Verdichter defekt sind, ist eine professionelle Reparatur unumgänglich. Das Nachfüllen des Kältemittels gelingt ebenfalls am besten, wenn ein Fachmann es erledigt. Wenn Sie nach Fachleuten in Ihrer Nähe suchen, können Sie bei uns Elektriker zur Reparatur finden oder auf unserem Partnerportal Klimatechniker.net weitere Profis kontaktieren.

Während der heißen Jahreszeit gibt es nicht Schöneres, als in einer kühlen Wohnung zu schlafen und zu arbeiten.Gerade weil die Sommer immer wärmer werden, legen sich immer mehr Menschen ein Gerät zu. Ärgerlich, wenn das Thermometer zu ersten Mal nach oben klettert und die Klimaanlage nicht richtig kühlt. Auf Elektriker.org finden Sie wertvolle Tipps, Defekte an Ihrem Klimagerät zu beheben.

Wenn die Klimaanlage defekt ist, ist ein Profi gefragt

Wenn die Klimaanlage nicht mehr richtig kühlt, kann dies verschiedene Ursachen haben. © matuska/ pixabay.com

Wenn die Klimaanlage nicht richtig funktioniert, liegt es oft daran, dass zu wenig Kühlflüssigkeit in der Leitung vorhanden ist. In den folgenden Abschnitten finden Sie eine Beschreibung, wie Sie zu Hause prüfen können, ob die Schläuche Ihres Klimagerätes undicht sind. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps, um Ihre Klimaanlage zu reinigen und so dafür zu sorgen, dass sie optimal arbeitet und kühlt.

Die Klimaanlage kühlt nicht: Kann ich selbst prüfen, ob sie undicht ist?

Eine Klimaanlage funktioniert, indem ein Kältemittel in einem Kreislaufsystem verdichtet und in einen flüssigen Zustand gebracht wird. Das flüssige Kältemittel benötigt Energie, um zu verdampfen. Diese Energie wird der Raumluft entzogen, die dadurch abkühlt. Als Kältemittel wird häufig R410A verwendet. Dabei handelt es sich um das farblose und geruchlose Gas Tetrafluorethan. Eine Alternative stellt zum Beispiel R407C dar. Beide Kältemittel sind umweltschädlich und gelten als Treibhausgase, aus diesem Grund ist im Umgang mit ihnen Vorsicht geboten.

Wenn die Klimaanlage in der Wohnung nicht mehr richtig kühlt, ist oft ein zu niedriger Stand des Kältemittels schuld daran. Die Ursache sind nicht selten undichte Leitungen. Bei der Erstmontage wird die Klimaanlage mit Kältemittel befüllt, das kontinuierlich in den geschlossenen Kreislauf gepumpt wird. Tritt in den Schläuchen ein Leck auf, ist das zunächst nicht zu sehen. Mit der Zeit verringert sich jedoch die Leistung des Geräts, die Klimaanlage kühlt nicht mehr richtig. In diesem Fall lohnt es sich, die Dichtheit der Leitungen zu prüfen. Bei mehr als 3 Kg Kältemittel ist eine jährliche Dichtheitsprüfung der Klimaanlage durch Fachleute ohnehin Pflicht.

Zwei Methoden stehen dafür zur Verfügung. Falls dem Kältemittel beim Befüllen ein UV-Kontrastmittel zugesetzt wurde, sind vorhandene Risse unter UV-Licht sichtbar. Dazu benötigen Sie lediglich eine Schutzbrille und eine UV-Lampe. Ist die Leckstelle gefunden, können Sie sie mit Hilfe eines Kits den Riss zumachen oder die alte Dichtung ersetzen. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass die fluoreszierende Flüssigkeit lediglich vom Fachmann zusammen mit dem Kältemittel eingefüllt werden kann. Außerdem ist sie giftig und umweltgefährdend.

Eine Alternative stellt die Dichtheitsprüfung mit Überdruck dar. Hierfür wird Stickstoff mit hohem Druck in die Leitung gepumpt. Die Klimaanlage muss zu diesem Zweck ausgeschaltet sein. Mit einem einfachen Kit, der aus drei Schläuchen und einem Manometer besteht, können Sie testen, ob Ihre Klimaanlage undicht ist. Am Anfang schließen Sie den roten und den blauen Schlauch und öffnen die Ventile. An der Stickstoffflasche schließen Sie einen Druckminderer an und stellen den Anfangsdruck auf 1,5 bar ein. Langsam erhöhen Sie ihn auf 5 bis 10 bar. Mit Hilfe des Manometers beobachten Sie einen eventuellen Druckverlust, der auf einen Riss in der Leitung hinweist. Lecksuchsprays helfen bei der Suche nach undichten Stellen, indem sie Blasen bilden, wo Stickstoff ausweicht. Prinzipiell ist es also möglich, die Dichtheitsprüfung der Klimaanlage selbst vorzunehmen. Besonders die UV-Prüfung ist wenig aufwendig, falls das Kontrastmittel sich bereits in der Leitung befindet.

UNSER TIPP:
Ist tatsächlich ein Leck in der Leitung vorhanden und kühlt die Klimaanlage nicht mehr richtig, muss das Kältemittel wieder nachgefüllt werden. Herkömmliche Kältemittel wie R407C und R410A sind im Internet erhältlich. Jedoch müssen sie unter Vakuum aufgefüllt werden, damit keine Luft in die Leitung gelangt und den Kompressor verrosten lässt. Eine Vakuumpumpe und ein Messzylinder sind unter anderem nötig, um sie in die Leitung zu pumpen. Geht etwas schief, erlischt die Gewährleistung des Herstellers. Wenn Sie sich daher lieber an Profis, wenn Sie keine Erfahrung im Gebiet der Klimatechnik haben. In einer Werkstatt sparen Sie Zeit, Nerven und gehen auf Nummer sicher.

Saubermachen ist wichtig!

Sowohl zentrale als auch dezentrale Klimaanlagen benötigen eine regelmäßige Reinigung, damit sie ordnungsgemäß funktionieren. Ein verschmutzte Klimaanlage kühlt nicht richtig und wird zur Gefahr für die Gesundheit. Eine fachmännische Reinigung stellt nach wie vor die bessere Lösung dar, doch einige Schritte können Sie auch selbst übernehmen.

Zunächst ist es wichtig, den Filter der Klimaanlage regelmäßig zu putzen, da sich mit der Zeit Bakterien, Schimmel, Staub und allergieauslösende Stoffe an den Fasern festsetzen und die Klimaanlage riecht. Ist das Gerät häufig in Betrieb, soll die Prozedur mindestens einmal im Monat wiederholt werden. Zum saubermachen benötigen Sie lediglich ein antibakterielles Reinigungsmittel und einen Kompressor, oder Wasser und Essig. Schlagen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wie Sie den Filter herausnehmen können, da jedes Gerät anders aufgebaut ist. Ist der Filter ab, befreien Sie mit einem Staubsauger oder einem Kompressor den Filter von Staub. In einem zweiten Schritt reinigen Sie ihn sorgfältig unter fließendem Wasser mit dem Reinigungsmittel oder mit Wasser und Essig, um alle Keime abzutöten. Anschließend trocknen Sie ihn mit einem Luftkompressor, oder lassen ihn in der Sonne trocknen. Weist er Verschleißzeichen auf, sollten Sie ihn austauschen. In vielen Baumärkten und Fachgeschäften finden Sie einen Ersatz. Bevor Sie den neuen Filter einsetzen, sollten Sie auch alle Öffnungen mit einem feuchten Tuch abwischen.

Die weitere Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage in Ihrem Haus hängt davon ab, was für ein Modell Sie besitzen. Viele Split-Klimaanlagen bestehen aus einem Innen- und einem Außenteil, die separat saubergemacht werden müssen . Nachdem Sie den Filter des Innengeräts gereinigt haben, sollten Sie den Kondensationsschlauch unter die Lupe nehmen. Haben sich Algen gebildet, können Sie ihn mit einer Lösung aus Wasser und Bleich (Verhältnis 16:1) durchspülen, indem Sie mit Hilfe eines Trichters die Flüssigkeit in die Leitung fließen lassen. Auch den Abflussschlauch sollten Sie mit einer Bürste saubermachen.

Beim Außengerät nehmen Sie zuerst die Abdeckung ab und inspizieren die Lamellen. Haben sich Blätter, Gras und anderen Dreck daran festgesetzt, funktioniert die Luftzufuhr möglicherweise nicht mehr optimal. In diesem Fall saugen Sie zunächst den Bereich und reinigen die Zwischenräume mit einer weichen Bürste. Auch am Ventilator kleben Partikel und Staub. Als Konsequenz ist die Klimaanlage defekt oder riecht. Schrauben Sie die Lamellen ab, nehmen Sie ihn heraus und wischen Sie ihn mit einem feuchten Lappen ab. Schließlich ist es empfehlenswert, die Lamellen mit einem Wasserschlauch zu reinigen. Achten Sie darauf, dass der Druck dabei nicht zu hoch ist. Nachdem Sie alle Teile wiedereingesetzt haben, können Sie die Klimaanlage im Gebäude wieder einschalten.

Was kostet es, die Klimaanlage zu reparieren?

Eine häufige, gründliche Reinigung der Filter lässt die Klimaanlage in Ihrem Haus lange einwandfrei funktionieren. Doch auch wer alles richtig macht, kann unangenehme Überraschungen erleben. Möglicherweise ist der Kompressor defekt. In diesem Fall stellt das Gerät seinen Dienst ein, oder kühlt nicht mehr richtig. Auch unangenehme Geräusche sind oft die Folge eines nicht funktionierenden Kompressors. Ein Leck in der Leitung ist ebenfalls ein Problem. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, können Sie mit Glück die undichte Stelle aufzuspüren und selbst reparieren. Doch nicht immer gelingt das.

Die Kosten für eine professionelle Reparatur sind vom Aufwand abhängig. Für einfache Eingriffe können Sie mit einem Endpreis von 80 bis 100 Euro rechnen. Sind kostspielige Teile defekt, steigt er dementsprechend. Ein defekter Kompressor schlägt beispielsweise mit ungefähr 300 bis 600 Euro zu Buche, je nachdem, ob es sich beim Ersatzteil um einen neuen oder um einen gebrauchten Kompressor handelt. Auch für das Auffüllen des Kühlmittels sind mit Kosten von 60 bis 100 Euro zu rechnen.

Regelmäßig warten statt reparieren

Die Kosten für die Reparatur einer dezentralen Klimaanlage variieren je nach Modell, bewegen sich jedoch fast immer im dreistelligen Bereich. Bei verdreckten Lamellen muss der Kompressor mehr arbeiten, dadurch versagt er früher. Außerdem ist in diesem Fall die Kühlleistung der Anlage geringer und der Stromverbrauch höher. Schmutzige Filter stellen ein Gesundheitsrisiko dar, weil Bakterien und Pilze in die Luft gelangen und eingeatmet warten. Schlauer ist, die Klimaanlage jährlich überprüfen zu lassen.

Einige Kältetechniker bieten beim Kauf eines Geräts einen Servicevertrag, welcher eine jährliche Reinigung und Wartung der Klimaanlage voraussieht. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie diese Leistung extra buchen. Die Kosten für die Wartung einer dezentralen Klimaanlage für die Wohnung, die aus einem Innen- und einem Außenteil besteht, liegen im Bereich zwischen 60 und 100 Euro netto.

Wenn ein Techniker Ihre Klimaanlage wartet, überprüft er den Gesamtzustand der Anlage, auch die Filter werden dabei gereinigt. Außerdem misst der Fachmann die kältetechnischen Parameter und prüft die Kältemittelfüllmenge. Auch die Kondensatpumpe und der Verflüssiger werden unter die Lupe genommen und gereinigt. Ein Dichtheitsprüfung der Leitung gehört ebenfalls dazu.

Fazit

Wer lange davon profitieren möchte, reinigt und desinfiziert die Klimaanlage in seinem Haus regelmäßig. Die Filter, die Abflussschläuche, die Lamellen des Außenteils einer dezentralen Klimaanlage und die Kondensaktionsschäuche müssen sauber sein, damit sich keine Bakterien und Schadstoffe bilden. Empfehlenswert ist es auch, das Klimagerät jährlich von einem Fachmann warten zu lassen. Kühlt die Klimaanlage nicht mehr richtig, liegt es möglicherweise an einem Riss in der Leitung, aus dem Flüssigkeit entweicht. Eine Dichtheitsprüfung kann auch zu Hause vorgenommen werden, jedoch werden die Lecks nicht immer gefunden. Wenn Teile wie der Verdichter defekt sind, ist eine professionelle Reparatur unumgänglich. Das Nachfüllen des Kältemittels gelingt ebenfalls am besten, wenn ein Fachmann es erledigt. Wenn Sie nach Fachleuten in Ihrer Nähe suchen, können Sie bei uns Elektriker zur Reparatur finden oder auf unserem Partnerportal Klimatechniker.net weitere Profis kontaktieren.