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Photovoltaik- und Solaranlagen

Stromlieferant Photovoltaikanlage: mit Sonnenenergie die Kosten senken

Eine Photovoltaikanlage dient der ökologischen und nachhaltigen Stromerzeugung. Zudem ist der Betreiber einer Solarstromanlage unabhängig von steigenden Energiekosten. Lesen Sie hier auf Elektriker.org alleszu den verschiedenen Photovoltaiksystemen und den Voraussetzungen, welche ein Betreiber erfüllen muss.

Photovoltaikanlage Haus

Dank einer Solaranlage lässt sich ein Haushalt mit Energie versorgen. © Elektriker.org

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, erzeugt Strom auf eine vergleichsweise umweltschonende Art. Das Prinzip der Photovoltaik besteht darin, Sonnenstrahlung mittels Solarzellen in elektrische Energie umzuwandeln. Die Arten von Systemen, die hierfür Verwendung finden, sind sehr unterschiedlich. Grundsätzlich jedoch lässt sich praktisch jegliche Art der Stromversorgung durch Photovoltaik gewährleisten.

Aufbau einer Photovoltaikanlage: Grundbausteine sind die Zellen

Grundbestandteile einer Photovoltaikanlage sind die Solarzellen. Diese werden durch Lötbändchen elektrisch verschaltet und zu Photovoltaikmodulen verschiedener Größen verbunden. Über einen Generatoranschlusskasten, einen Wechselrichter und einen Zähler geschieht dann der Anschluss an das Stromnetz. Die Gesamtheit der innerhalb einer Anlage miteinander verbundenen Module wird als Solargenerator bezeichnet.

Solarsysteme müssen stets auf die speziellen Bedingungen der Installationsumgebung abgestimmt werden. Obwohl beispielsweise im Fall einer Photovoltaik Komplettanlage alle erforderlichen Komponenten schon vormontiert sind, werden letztlich auch hier zumeist verschiedene Anpassungen erforderlich. Daher sollte den Einbau eines Solarsystems stets ein Profi übernehmen. Dies schließt neben Planung und Installation auch Folgearbeiten wie die Wartung und die Überwachung der photovoltaischen Anlage ein. Denn gerade ein Fachgebiet, welches so vielfältiges Know-how erfordert wie die Photovoltaik, lässt sich vom Laien nur schwer überblicken. Wenn Sie auf der Suche nach einem Fachmann für Installations- oder Wartungsarbeiten sind oder sich umfassend beraten lassen möchten, finden Sie hier auf Elektriker.org problemlos den Experten aus Ihrer Region und können sich jederzeit unverbindliche Angebote erstellen lassen.

Arten der Photovoltaikanlage: für jeden Einsatz das passende System

Die meistverwendete Art der Photovoltaikanlage ist das dachgebundene Solarsystem. Die Module werden hierbei entweder in ein Dach integriert oder als Aufständerung installiert. Die Integration geschieht häufig in Form von Photovoltaik Dachziegeln, da diese sich optisch sehr unauffällig in das bestehende Dach einfügen. Im Fall einer Aufständerung werden die Module auf Metallgestelle montiert.

Entscheidend für die Art und das Ausmaß einer Anlage sind viele Aspekte – etwa, ob die Anbringung der Photovoltaik auf einem Flachdach oder einem Steildach geschieht. Daher sollte eine Solaranlage stets unter Konsultation eines Fachmannes geplant werden. So gibt es viele Faktoren wie Größe der Anlage, Möglichkeiten der Ausrichtung oder Dachneigung, die nur der Profi richtig zu beurteilen weiß. Zudem sollte auch eine sorgfältige wirtschaftliche Kalkulation vorausgehen, um letztlich sichergehen zu können, die Anschaffungskosten durch den Betrieb möglichst schnell wieder auszugleichen. Hierfür können Sie online zur Planung Ihrer Photovoltaikanlage eine Berechnung durchführen.

UNSER TIPP:
Neben Dachanlagen finden auch andere Arten der gebäudegebundenen Solarsysteme Verwendung. So können die photovoltaischen Module beispielsweise in die Fassade eines Gebäudes integriert werden. Darüber hinaus gibt es Inselanlagen und Freiflächenanlagen für Photovoltaik.

Die Anlage im Freiland ist gebäudeunabhängig. Zumeist werden die Solarmodule in langen Reihen ebenerdig aufgestellt. Anlagen solcher Art sind leichter zu warten, dafür jedoch anfälliger gegenüber äußeren Einflüssen. Zudem rufen die Freiflächenanlagen immer wieder Gegner auf den Plan, die ökologische Risiken wie etwa die Bodenversieglung beanstanden.

Auch die unabhängigen Photovoltaik-Inselanlagen sind vielerorts nicht in ein Gebäude integriert. Sie unterscheiden sich von den netzgekoppelten Anlagen darin, dass keine Energie ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Systeme solcher Art finden an Orten Verwendung, an denen ein Netzanschluss sehr teuer wäre oder schlicht nicht möglich ist. Dies sind dezentrale Einrichtungen wie Ferienhäuser oder Hausboote. Inselsysteme gibt es auch in sehr kleiner Dimension, wie etwa zum Betrieb einer Überwachungskamera oder einer Notrufsäule. In solchem Fall wird von einer photovoltaischen Kleinanlage gesprochen.

Planung, Installation und Wartung einer Photovoltaikanlage ist Sache des Profis

Von der Planung einer Photovoltaikanlage bis hin zur regelmäßigen Wartung der montierten Module sollte unbedingt ein zertifizierter Fachmann zu Rate gezogen werden. So gilt insbesondere für die Installation von Photovoltaik: Richtlinien und Vorschriften müssen zwingend eingehalten werden, um den sicheren und effizienten Betrieb der Solarstromanlage dauerhaft zu gewährleisten.

ACHTUNG:
Nicht zuletzt die Gefahren, die das Arbeiten auf einem Dach birgt, dürfen nicht unterschätzt werden. Des Weiteren tritt innerhalb einer Solaranlage ein hoher Gleichstrom auf, der im Zuge unsachgemäßer Verkabelung bei der Inbetriebnahme eines Photovoltaiksystems einen lebensgefährlichen Stromschlag verursachen kann!

Neben den Sicherheitsbestimmungen sollte ein Photovoltaikbetreiber auch auf die wirtschaftliche Effizienz seiner Anlage bedacht sein. Um von einem langjährigen und möglichst produktiven Betrieb profitieren zu können, ist die regelmäßige Wartung der Solaranlage durch einen ausgewiesenen Experten vonnöten. So gilt es, stets dafür zu sorgen, dass weder Schmutz noch Schnee den ungehinderten Einfall der Sonnenstrahlen verhindern. Je nach Neigung der Moduloberflächen kann hier ein Selbstreinigungseffekt auftreten: nehmen die Solarmodule einen geeigneten Winkel ein, werden Staub und Schmutz durch Wind und Regen beseitigt. Wo dies nicht gegeben ist, bildet die professionelle Reinigung der Photovoltaikanlage eine der wichtigsten Voraussetzungen für die effiziente Stromproduktion.

Oberste Prinzipien der Photovoltaikanlage: Sicherheit und Funktionalität

Für die fachgerechte Montage von Photovoltaik sind vielerlei Punkte zu berücksichtigen. So gibt es zahlreiche DIN-Normen, die für jedes Solarsystem verpflichtend sind. Neben allgemeinen Schutzverordnungen und Sicherheitsbestimmungen zur Installation sind dies hauptsächlich Vorgaben zur Errichtung elektrischer Anlagen, Bestimmungen zum Bauen mit Glas und versicherungstechnische Vorschriften.

UNSER TIPP:
Unter anderem sollte ein Betreiber sich unbedingt zu Blitzschutz, Brandschutz und dem Schutz der Solaranlage gegen Überspannung beraten lassen. Denn wer eine Photovoltaikanlage installieren lassen und betreiben möchte, sollte zuvorderst an die eigene Sicherheit denken.

Zumeist ist es hier ratsam, ein sogenanntes Ableitersystem zu integrieren. Dieses kombiniert Photovoltaik Brandschutz, Blitzschutz und Personenschutz in einem Gerät. Der Brandschutz dient neben der Absicherung der Anlage und ihres Betreibers auch dem Schutz von Einsatzkräften. So sind Lösch- oder Rettungsarbeiten bei Häusern mit Photovoltaikanlagen auf Grund der hohen auftretenden Spannungen stets ein heikles Thema. Wenn eine Solarstromanlage nicht fachgerecht installiert und kennzeichnet ist, muss im Fall eines Brandes damit gerechnet werden, dass die Feuerwehr das Haus aus Sicherheitsgründen nicht löscht, sondern kontrolliert abbrennen lässt.

Photovoltaikanlage

Entsprechend der Komplexität einer Photovoltaikanlage sollte die Planung detailliert und vorausschauend erfolgen. © Elektriker.org

Ob die Montage eines Blitzschutzes für eine Photovoltaikanlage sinnvoll ist, lässt sich nur in individuellem Abgleich mit der bestehenden Blitzschutznorm feststellen. Dabei muss geprüft werden, inwieweit ein Gebäude, auf welches eine Dachanlage montiert werden soll, schon über eine Blitzfangeinrichtung verfügt und ob sich durch die Installation des Solarsystems die Gefahrenstufe des betreffenden Hauses verändert.

Eine weitere ergänzende Vorrichtung ist das photovoltaische Nachführsystem. Dieses ermöglicht es, die Kollektoren dem stetig wechselnden Sonnenstand anzupassen. Einerseits lässt sich so der Stromertrag signifikant steigern, andererseits jedoch ist eine Nachrüstung zumeist sehr teuer. Ob es sich lohnt, eine solche Apparatur für Ihre Photovoltaikanlage anschließen zu lassen, sollte individuell kalkuliert werden.

Durch eine Photovoltaikanlage zu erneuerbarer und günstiger Energie

Immer mehr Privatpersonen entscheiden sich dafür, Strom mit einer Photovoltaikanlage zu erzeugen. Obwohl die staatlich festgelegten Fördersätze für Solarstrom weiter drastisch sinken, wächst der Anteil des Photovoltaik-Stroms am Bruttostromverbrauch stärker denn je. Der aktuelle Beitrag der Solarenergie zum Strom-Mix in Deutschland beträgt rund 4 %, nach Schätzungen des „Bundesverbandes für Solarwirtschaft e.V.“ wird dieser Wert bis 2020 auf mindestens 10 % steigen. Nicht zuletzt die stetige Weiterentwicklung der Photovoltaik ist es, die hierfür Verantwortung trägt. So finden vermehrt die innovativen photovoltaischen Heizsysteme ihren Einsatz und treten zunehmend mit solarthermischen Anlagen in Konkurrenz.

Wichtigster Punkt jedoch sind die ökologischen Aspekte: im Zuge der schwindenden Ressourcen wird die Nachhaltigkeit im Bereich der Energiegewinnung früher oder später zwangsläufig zum obersten Prinzip werden.