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Repowering von Photovoltaikanlagen: Aus alt mach neu

Repowering steht für die Erneuerung von alten Kraftwerksteilen durch modernste Technik. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch bares Geld – selbst im Privatbereich. Erfahren Sie mehr auf Elektriker.org.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach

Repowering für Photovoltaikanlagen ist sinnvoll, kostensparend und gut für die Umwelt. © MariaLucas (CC0-Lizenz) pixabay.com

Der Begriff Repowering stammt aus der Windkraftbranche: Schon vor einigen Jahren wurde die Aufstellfläche für Windräder knapp. Daher begannen die Betreiber, statt neuer Anlagen, das Innenleben der bereits Bestehenden mit Hinsicht auf maximale Leistung und Effektivität zu modernisieren – bis hin zum kompletten Neubau am alten Standort. Angesichts der Lieferengpässe und benötigten seltenen Rohstoffe lohnt sich diese Vorgehensweise mittlerweile auch bei Photovoltaik-Modulen.

Mehr Effizienz, mehr Leistung

Beim Repowering von Photovoltaikanlagen werden hauptsächlich die Wechselrichter der Anlage ausgetauscht. Ziel ist es, deren Nennleistung zu steigern und so mehr Strom bei ansonsten gleicher Einstrahlung gewinnen zu können. Daneben kann auch eine neue Verkabelung anfallen, falls die Auslegung der alten für die nun erhöhten Ströme nicht mehr ausreichend dimensioniert ist – neben einer ebenfalls möglichen geringeren Abschattung des Moduls selbst. Nicht zuletzt kann dabei in „einem Abwasch“ auch die Anlagenüberwachung Photovoltaik digitalisiert werden – was wiederum dabei hilft, auch den kleinsten Sonnenstrahl in Energie umzuwandeln. Nicht zuletzt können unter gewissen Umständen auch ganze Module ausgetauscht werden.
Aber das Repowering hat neben der Effizienz auch einen finanziellen Hintergrund, sogar einen ganz erheblichen: Steigt der Output der Photovoltaikanlagen, steigt auch automatisch die erzielte Summe aus der EEG-Einspeisevergütung. Ein Rechenbeispiel: Eine ältere Photovoltaik-Anlage auf einem Photovoltaik Flachdach brachte vor der Runderneuerung 80 Prozent der Modulleistung und brachte so im Jahresschnitt 900 bis 950 kWh. Mit neuen Wechselrichtern lässt sich dieser Output auf rund 1050kWh per anno steigern. Bei einer Einspeisevergütung von 57,4 Cent macht das in einem Jahr satte 1700 Euro Mehreinnahmen aus – nimmt man an, dass der Umbau summa summarum realistische 4500 Euro kostete, hat sich die Anlage also nach weniger als drei Jahren amortisiert und das Geld fließt in die eigene Tasche.

Für wen lohnt es sich?

Grundsätzlich vor allem für diejenigen, die ihre Anlage zu Beginn des großen Solarbooms gekauft haben und daher auch noch von der damals hohen Einspeisevergütung profitieren. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Vergütungsklasse beim Austausch von ganzen Modulen nur dann gleich bleibt, wenn die Module aus Schadensgründen gewechselt werden oder weil sie nicht mehr die im Datenblatt zugesicherte Power liefern – wenn nur externe Bauteile wie die Wechselrichter erneuert werden, entfällt dieses Problem natürlich. Allerdings: Repowering ist momentan noch ein echtes Nischenprodukt, auf das sich nur wenige Profis spezialisiert haben. Wer jedoch einen Fachmann gefunden hat, kann gegebenenfalls sogar eventuell verstehende Versicherungen anpassen – Durch die Erneuerung werden Garantiezeiten verlängert oder gar ganz zurückgesetzt. Das ist für viele Versicherer ein Grund, die zu zahlenden Summen zu reduzieren. Im besten Fall macht das die Anlage nicht nur von der technischen Seite her wirtschaftlicher und sorgt so dafür, dass die Betriebskosten bei steigender Leistung noch weiter sinken. Übrigens: Wer noch gar keine Solaranlage hat, der liest hier, ab wann sich eine solche Investition lohnt.

Fazit

Wer eine alte Photovoltaik-Anlage besitzt und das nötige Geld für das Repowering übrig hat, sollte nicht zögern und sich mit einem Fachmann in Verbindung setzen. Lediglich für neuere Anlagen, die vielleicht erst gerade ihre Kosten eingespielt haben, taugt das Repowering momentan noch nicht, dazu sind auch die möglichen Steigerungen des Outputs zu gering. Aber auch Besitzer solcher Anlagen können sich trösten: Auch diese Systeme werden in einigen Jahren nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und bis dahin ist die Repowering-Industrie sicherlich vollkommen den Kinderschuhen entwachsen. Ein Fachmann aus Ihrer Umgebung berät Sie gerne hierzu.

 

Repowering steht für die Erneuerung von alten Kraftwerksteilen durch modernste Technik. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch bares Geld – selbst im Privatbereich. Erfahren Sie mehr auf Elektriker.org.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach

Repowering für Photovoltaikanlagen ist sinnvoll, kostensparend und gut für die Umwelt. © MariaLucas (CC0-Lizenz) pixabay.com

Der Begriff Repowering stammt aus der Windkraftbranche: Schon vor einigen Jahren wurde die Aufstellfläche für Windräder knapp. Daher begannen die Betreiber, statt neuer Anlagen, das Innenleben der bereits Bestehenden mit Hinsicht auf maximale Leistung und Effektivität zu modernisieren – bis hin zum kompletten Neubau am alten Standort. Angesichts der Lieferengpässe und benötigten seltenen Rohstoffe lohnt sich diese Vorgehensweise mittlerweile auch bei Photovoltaik-Modulen.

Mehr Effizienz, mehr Leistung

Beim Repowering von Photovoltaikanlagen werden hauptsächlich die Wechselrichter der Anlage ausgetauscht. Ziel ist es, deren Nennleistung zu steigern und so mehr Strom bei ansonsten gleicher Einstrahlung gewinnen zu können. Daneben kann auch eine neue Verkabelung anfallen, falls die Auslegung der alten für die nun erhöhten Ströme nicht mehr ausreichend dimensioniert ist – neben einer ebenfalls möglichen geringeren Abschattung des Moduls selbst. Nicht zuletzt kann dabei in „einem Abwasch“ auch die Anlagenüberwachung Photovoltaik digitalisiert werden – was wiederum dabei hilft, auch den kleinsten Sonnenstrahl in Energie umzuwandeln. Nicht zuletzt können unter gewissen Umständen auch ganze Module ausgetauscht werden.
Aber das Repowering hat neben der Effizienz auch einen finanziellen Hintergrund, sogar einen ganz erheblichen: Steigt der Output der Photovoltaikanlagen, steigt auch automatisch die erzielte Summe aus der EEG-Einspeisevergütung. Ein Rechenbeispiel: Eine ältere Photovoltaik-Anlage auf einem Photovoltaik Flachdach brachte vor der Runderneuerung 80 Prozent der Modulleistung und brachte so im Jahresschnitt 900 bis 950 kWh. Mit neuen Wechselrichtern lässt sich dieser Output auf rund 1050kWh per anno steigern. Bei einer Einspeisevergütung von 57,4 Cent macht das in einem Jahr satte 1700 Euro Mehreinnahmen aus – nimmt man an, dass der Umbau summa summarum realistische 4500 Euro kostete, hat sich die Anlage also nach weniger als drei Jahren amortisiert und das Geld fließt in die eigene Tasche.

Für wen lohnt es sich?

Grundsätzlich vor allem für diejenigen, die ihre Anlage zu Beginn des großen Solarbooms gekauft haben und daher auch noch von der damals hohen Einspeisevergütung profitieren. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Vergütungsklasse beim Austausch von ganzen Modulen nur dann gleich bleibt, wenn die Module aus Schadensgründen gewechselt werden oder weil sie nicht mehr die im Datenblatt zugesicherte Power liefern – wenn nur externe Bauteile wie die Wechselrichter erneuert werden, entfällt dieses Problem natürlich. Allerdings: Repowering ist momentan noch ein echtes Nischenprodukt, auf das sich nur wenige Profis spezialisiert haben. Wer jedoch einen Fachmann gefunden hat, kann gegebenenfalls sogar eventuell verstehende Versicherungen anpassen – Durch die Erneuerung werden Garantiezeiten verlängert oder gar ganz zurückgesetzt. Das ist für viele Versicherer ein Grund, die zu zahlenden Summen zu reduzieren. Im besten Fall macht das die Anlage nicht nur von der technischen Seite her wirtschaftlicher und sorgt so dafür, dass die Betriebskosten bei steigender Leistung noch weiter sinken. Übrigens: Wer noch gar keine Solaranlage hat, der liest hier, ab wann sich eine solche Investition lohnt.

Fazit

Wer eine alte Photovoltaik-Anlage besitzt und das nötige Geld für das Repowering übrig hat, sollte nicht zögern und sich mit einem Fachmann in Verbindung setzen. Lediglich für neuere Anlagen, die vielleicht erst gerade ihre Kosten eingespielt haben, taugt das Repowering momentan noch nicht, dazu sind auch die möglichen Steigerungen des Outputs zu gering. Aber auch Besitzer solcher Anlagen können sich trösten: Auch diese Systeme werden in einigen Jahren nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und bis dahin ist die Repowering-Industrie sicherlich vollkommen den Kinderschuhen entwachsen. Ein Fachmann aus Ihrer Umgebung berät Sie gerne hierzu.