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Unabhängig leben – thermische Solaranlage einbauen

Die jährliche Betriebskostenabrechnung führt den Eigenheim-Besitzern jedes Jahr vor Augen, dass der generelle Energiekostentrend nach oben zeigt! Indem Sie eine thermische Solaranlage einbauen, können Sie dem entgegen wirken und Ihre Energieerzeugung selbst in die Hand nehmen!

thermische Solaranlage einbauen

Wenn Sie eine thermische Solaranlage einbauen, ist die Installation der Sonnenkollektoren ein zentraler Bestandteil. © C. Nöhren / pixelio.de

Wenn Sie heutzutage überlegen eine thermische Solaranlage einzubauen, spielen Sie in erster Linie mit dem Gedanken diese für die Warmwasser- und Heizungs-unterstützung zu nutzen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Mit dem Installieren von thermischen Sonnenkollektoren können Sie Sonnenstrahlung in thermische Energie umwandeln.Diese gelangt in den Wärmespeicher und wird von dort an das Heizungs- und Warmwassersystem weitergeleitet. Worauf es im Einzelnen beim Einbauen und Planen einer thermischen Solaranlage ankommt und ob auch eine Stromgewinnung mit dieser Anlage möglich ist, erfahren Sie im Folgenden auf Elektriker.org!

Die thermische Solaranlage einbauen – das Komplettsystem vom Dach bis zum Keller

Herzstück einer Solarthermieanlage sind die thermischen Sonnenkollektoren. Diese Solarthermie Module werden in der Regel auf dem Dach installiert. Aber auch eine Montage an der Hauswand ist möglich, wenn diese nach Südost bis Südwest ausgerichtet ist. Sinnvoll ist diese Variante, wenn möglicherweise auf dem Dach nicht genügend Fläche zur Verfügung steht. Besitzen Sie ein in Deutschland übliches Satteldach, sollte dieses eine Dachneigung zwischen 20-60° besitzen. Aber auch auf Flachdächern können mithilfe einer Flachdachaufständerung Sonnenkollektoren angebracht werden. Bei der Montage einer Solaranlage können Flach- oder Röhrenkollektoren angebracht werden. Flachkollektoren reichen im Sommer problemlos, um Ihren Bedarf decken zu können. Röhrenkollektoren dagegen versprechen im Winter einen höheren Wirkungsgrad und benötigen weniger Installationsfläche.

UNSER TIPP:
Wichtig ist die richtige Berechnung Ihrer Solaranlage. Dabei müssen Sie auf die Dimensionierung der Kollektorfläche entsprechend Ihres Bedarfs achten. Eine Faustregel besagt, dass Sie pro Person 1 – 1,5 m² Flachkollektorfläche benötigen.

Steht das Kollektorensystem, gilt es den Rest der thermischen Solaranlage einzubauen! Hierbei ist die Installation des Kreislaufsystems entscheidend, um die Verbindung zwischen Wärmespeicher, befindet sich in der Regel im Keller, und Kollektoren zu schaffen. Der Wärmespeicher muss ebenfalls entsprechend Ihres Bedarfs richtig dimensioniert werden. Weiterhin sind Pumpsystem, welches das Kaltwasser zu den Kollektoren und dann wieder zum Speichersystem pumpt, diverse Wärmetauscher, Temperaturfühler, Thermometer und Thermostate anzubringen. Oft wird eine spezielle wärmeleitende Flüssigkeit verwendet, diese muss regelmäßig ausgetauscht und neu befüllt werden, um Effizienzverluste zu vermeiden. Grundsätzlich sollten Sie die Anbringung der unterschiedlichen Komponenten zusammen mit einem ausgewiesenen Heizungsbauer planen. Letztlich führen vom Wärmespeicher Leitungssysteme zur Warmwasser-Heizung und Trinkwassersystem.

UNSER TIPP:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Bau von Solarkollektoranlagen. Informieren Sie sich hier über eine mögliche staatliche Unterstützung Ihrer thermischen Solaranlage!

Die BAFA unterstützt Sie, auch wenn Sie über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenken. Dies kann für Sie vor allem in Verbindung mit der Solarthermieanlage interessant sein. Einerseits erhöhen Sie mit einer Wärmepumpe Ihre Unabhängigkeit von Drittanbieter in Sachen Heizungs- und Warmwasserbedarf durch zusätzliche Wärmezufuhr. Andererseits speichert eine Wärmepumpe die überflüssige thermische Energie, die in den Sommermonaten entsteht, im Erdreich und stellt sie in den kalten Tagen dem System zur Verfügung!

Kann ich eine thermische Solaranlage auch zur Stromgewinnung einbauen?

In der Regel können Sie aus thermischer Energie, die mithilfe der Sonnenkollektoren erzeugt wird, Strom erzeugen. Kraftwerke nutzen hier Turbinen, um thermische Energie in elektrische Energie umzuwandeln. Einige Anbieter bieten bereits Mini-Solarthermie-Kraftwerke mit kleineren Turbinen an, wirtschaftlich ausgereift ist diese Technik allerdings noch nicht. Für den Privathaushalt sind hier noch unverhältnismäßig große Kollektorflächen erforderlich. Allerdings existieren im großen Stil Solarthermie-Kraftwerke vor allem in sonnenreichen Regionen. Zukunftsträchtig ist diese Technik auch für den Privatmann allemal!

Wenn Sie Ihre thermische Solaranlage einbauen und nebenbei noch eine Photovoltaikanlage installieren, ist Ihnen dennoch eigenproduzierter Strom gewiss. Denn die Solarzellen der Photovoltaikanlage wandeln Sonnenstrahlung direkt in elektrische Energie um. Dies setzt allerdings voraus, dass der Platz auf Ihrem Dach auch noch ausreicht für eine zusätzliche Photovoltaikanlage! Die elektrische Verbindung der Photovoltaikanlage mit Ihrem hauseigenen Stromnetz oder mit den Netzen der Stromanbieter überlassen Sie lieber einem Elektro-Fachbetrieb! Zusätzlich können Sie so produzierten Strom in das Stromnetz einspeisen und dank des EEG-Einspeisegesetzes eine Rückvergütung der Netzbetreiber erhalten!

Fazit

Eine thermische Solaranlage einzubauen lohnt sich, um zukunftsgerecht die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen. Sie können so den Großteil Ihres Verbrauchs an Warmwasser- und Heizungswärme decken und dabei noch kräftig vom Staat subventioniert werden! In Verbindung mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage erhöhen Sie zudem die Effizienz und das Leistungsspektrum Ihrer Anlage!

Die jährliche Betriebskostenabrechnung führt den Eigenheim-Besitzern jedes Jahr vor Augen, dass der generelle Energiekostentrend nach oben zeigt! Indem Sie eine thermische Solaranlage einbauen, können Sie dem entgegen wirken und Ihre Energieerzeugung selbst in die Hand nehmen!

thermische Solaranlage einbauen

Wenn Sie eine thermische Solaranlage einbauen, ist die Installation der Sonnenkollektoren ein zentraler Bestandteil. © C. Nöhren / pixelio.de

Wenn Sie heutzutage überlegen eine thermische Solaranlage einzubauen, spielen Sie in erster Linie mit dem Gedanken diese für die Warmwasser- und Heizungs-unterstützung zu nutzen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Mit dem Installieren von thermischen Sonnenkollektoren können Sie Sonnenstrahlung in thermische Energie umwandeln.Diese gelangt in den Wärmespeicher und wird von dort an das Heizungs- und Warmwassersystem weitergeleitet. Worauf es im Einzelnen beim Einbauen und Planen einer thermischen Solaranlage ankommt und ob auch eine Stromgewinnung mit dieser Anlage möglich ist, erfahren Sie im Folgenden auf Elektriker.org!

Die thermische Solaranlage einbauen – das Komplettsystem vom Dach bis zum Keller

Herzstück einer Solarthermieanlage sind die thermischen Sonnenkollektoren. Diese Solarthermie Module werden in der Regel auf dem Dach installiert. Aber auch eine Montage an der Hauswand ist möglich, wenn diese nach Südost bis Südwest ausgerichtet ist. Sinnvoll ist diese Variante, wenn möglicherweise auf dem Dach nicht genügend Fläche zur Verfügung steht. Besitzen Sie ein in Deutschland übliches Satteldach, sollte dieses eine Dachneigung zwischen 20-60° besitzen. Aber auch auf Flachdächern können mithilfe einer Flachdachaufständerung Sonnenkollektoren angebracht werden. Bei der Montage einer Solaranlage können Flach- oder Röhrenkollektoren angebracht werden. Flachkollektoren reichen im Sommer problemlos, um Ihren Bedarf decken zu können. Röhrenkollektoren dagegen versprechen im Winter einen höheren Wirkungsgrad und benötigen weniger Installationsfläche.

UNSER TIPP:
Wichtig ist die richtige Berechnung Ihrer Solaranlage. Dabei müssen Sie auf die Dimensionierung der Kollektorfläche entsprechend Ihres Bedarfs achten. Eine Faustregel besagt, dass Sie pro Person 1 – 1,5 m² Flachkollektorfläche benötigen.

Steht das Kollektorensystem, gilt es den Rest der thermischen Solaranlage einzubauen! Hierbei ist die Installation des Kreislaufsystems entscheidend, um die Verbindung zwischen Wärmespeicher, befindet sich in der Regel im Keller, und Kollektoren zu schaffen. Der Wärmespeicher muss ebenfalls entsprechend Ihres Bedarfs richtig dimensioniert werden. Weiterhin sind Pumpsystem, welches das Kaltwasser zu den Kollektoren und dann wieder zum Speichersystem pumpt, diverse Wärmetauscher, Temperaturfühler, Thermometer und Thermostate anzubringen. Oft wird eine spezielle wärmeleitende Flüssigkeit verwendet, diese muss regelmäßig ausgetauscht und neu befüllt werden, um Effizienzverluste zu vermeiden. Grundsätzlich sollten Sie die Anbringung der unterschiedlichen Komponenten zusammen mit einem ausgewiesenen Heizungsbauer planen. Letztlich führen vom Wärmespeicher Leitungssysteme zur Warmwasser-Heizung und Trinkwassersystem.

UNSER TIPP:
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Bau von Solarkollektoranlagen. Informieren Sie sich hier über eine mögliche staatliche Unterstützung Ihrer thermischen Solaranlage!

Die BAFA unterstützt Sie, auch wenn Sie über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenken. Dies kann für Sie vor allem in Verbindung mit der Solarthermieanlage interessant sein. Einerseits erhöhen Sie mit einer Wärmepumpe Ihre Unabhängigkeit von Drittanbieter in Sachen Heizungs- und Warmwasserbedarf durch zusätzliche Wärmezufuhr. Andererseits speichert eine Wärmepumpe die überflüssige thermische Energie, die in den Sommermonaten entsteht, im Erdreich und stellt sie in den kalten Tagen dem System zur Verfügung!

Kann ich eine thermische Solaranlage auch zur Stromgewinnung einbauen?

In der Regel können Sie aus thermischer Energie, die mithilfe der Sonnenkollektoren erzeugt wird, Strom erzeugen. Kraftwerke nutzen hier Turbinen, um thermische Energie in elektrische Energie umzuwandeln. Einige Anbieter bieten bereits Mini-Solarthermie-Kraftwerke mit kleineren Turbinen an, wirtschaftlich ausgereift ist diese Technik allerdings noch nicht. Für den Privathaushalt sind hier noch unverhältnismäßig große Kollektorflächen erforderlich. Allerdings existieren im großen Stil Solarthermie-Kraftwerke vor allem in sonnenreichen Regionen. Zukunftsträchtig ist diese Technik auch für den Privatmann allemal!

Wenn Sie Ihre thermische Solaranlage einbauen und nebenbei noch eine Photovoltaikanlage installieren, ist Ihnen dennoch eigenproduzierter Strom gewiss. Denn die Solarzellen der Photovoltaikanlage wandeln Sonnenstrahlung direkt in elektrische Energie um. Dies setzt allerdings voraus, dass der Platz auf Ihrem Dach auch noch ausreicht für eine zusätzliche Photovoltaikanlage! Die elektrische Verbindung der Photovoltaikanlage mit Ihrem hauseigenen Stromnetz oder mit den Netzen der Stromanbieter überlassen Sie lieber einem Elektro-Fachbetrieb! Zusätzlich können Sie so produzierten Strom in das Stromnetz einspeisen und dank des EEG-Einspeisegesetzes eine Rückvergütung der Netzbetreiber erhalten!

Fazit

Eine thermische Solaranlage einzubauen lohnt sich, um zukunftsgerecht die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen. Sie können so den Großteil Ihres Verbrauchs an Warmwasser- und Heizungswärme decken und dabei noch kräftig vom Staat subventioniert werden! In Verbindung mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage erhöhen Sie zudem die Effizienz und das Leistungsspektrum Ihrer Anlage!